(03.01.04 17:55)

In einem meiner letzten Projekte bin ich auf einen interessanten Punkt gestossen: Manchmal ist es besser, das Mass an Abstraktion in einem Softwareentwurf bewusst zu reduzieren. Gerade bei unklaren Anforderungen ist die Versuchung gross, eine möglichst allgemeine Lösung für das anstehende Problem zu finden. Dies in der Hoffnung, die Lösung werde dann flexibel genug sein, die tatsächlichen Anforderungen - seien sie dann dereinst bekannt - abzudecken. Doch das ist ein gefährlicher Pfad, den wir nicht einschlagen sollten.

Ich habe mir dazu schon vor einiger Zeit die folgenden Zeilen notiert:

Verzichte auf Abstraktion, wenn du nicht weisst, welchem genauen Zweck sie dient. Verwende Abstraktion nur, wenn du eine ausreichend klare Vorstellung von den abzudeckenden Anforderungen hast. Verwende Abstraktion nicht dazu, eine generische Lösung zu bauen, weil du das zu lösende Problem nicht verstehst. Denn eine solche Abstraktion wird mit grosser Wahrscheinlichkeit unangemessen sein und zu ungewollter Komplexität führen.

-nemo :-)

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