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(24.01.04 14:01)
Im vierten Band von Harry Potter (Harry Potter und der Feuerkelch) steht der Titelheld wieder einmal vor einer schwierigen Aufgabe: Er muss als Teil eines Wettkampfes an einem feuerspeienden Drachen vorbei kommen. Dabei darf er lediglich seinen Zauberstab und seinen Verstand gebrauchen. Eigentlich sind die Prüfungen dieses Trimagischen Turniers ja streng geheim, aber die Geschichte will es, dass die vier Champions - so werden die Teilnehmer des Turniers genannt - bereits im Vorfeld von der Drachenprüfung erfahren. Harry ist ziemlich verzweifelt, denn er hat keinen blassen Schimmer, wie er es schaffen soll, an einem praktisch unverwundbaren Monster vorbei zu kommen. Was soll ein junger Zauberlehrling schon ausrichten, wenn es selbst voll ausgebildeten Zauberern mit einschlägiger Drachenerfahrung schwer fällt, diese geflügelten Biester in Zaun zu halten?
So rückt der Tag der ersten Prüfung unerbittlich näher, und weder Harry noch der sonst kaum um eine Antwort verlegenen Hermine fällt etwas Schlaues ein. Doch als Harry schon kurz davor ist, endgültig zu verzweifeln, erhält er von Mad-Eye Moody - einem Auror im Ruhestand und diesjährigem Professor in Hogwarts "in Verteidung gegen die dunklen Mächte" - zwei Ratschläge, die Harry auf die zündende Idee bringen: "Setz auf deine Stärken" und "Verwende einen schlichten kleinen Zauber, mit dem du bekommst, was du brauchst."
Harry zählt zwei und zwei zusammen und findet schliesslich die Lösung für sein Problem: Am besten ist er im Fliegen. Also muss er in der Luft an dem Drachen vorbeikommen. Dazu aber braucht er seinen Besen - einen schnittigen Feuerblitz 2000. Um an seinen Besen zu kommen, braucht er den Aufrufezauber, damit er den Feuerblitz herbeirufen kann, denn Harry darf ja lediglich mit seinem Zauberstab zum Wettkampf antreten. Harrys Problem bei der Sache ist nur, dass er den Aufrufzauber nicht richtig beherrscht: Meist verlieren die Gegenstände, die er herbei zu rufen versucht, auf halbem Wege die Lust, zu ihm zu fliegen und fallen einfach zu Boden. Doch glücklicherweise kennt er jemanden, der diesen Zauber beherrscht. Und dieser jemand ist Hermine. Also üben Harry und Hermine bis spät in die Nacht den Aufrufzauber, bis Harry den Trick schliesslich zufriedenstellend hinbekommt.
Und dann ist es endlich soweit - der Tag des Wettkampfes ist da! Als Letzter der Champions muss Harry schliesslich am gefährlichsten der Drachen - einem furchteinflössenden Hornschwanzweibchen - vorbei kommen, um ein goldenes Ei zu ergattern. Harry besiegt seine Angst, ruft mit Hilfe des Aufrufzaubers seinen Feuerblitz herbei, und als geschickter Besenpilot gelingt es ihm schon nach kurzer Zeit und fast unverletzt, den Drachen zu überlisten und sich das goldene Ei zu schnappen. Harry ist natürlich überglücklich, dass er diese erste Prüfung gemeistert hat und auch Mad-Eye Moody ist mit Harry zufrieden: "Schlicht und einfach, das war der Trick dabei, Potter".
Es stellt sich dann bald heraus, dass sich Harry mit dem goldenen Ei bereits das nächste Problem eingehandelt hat, denn es enthält ein Rätsel, das er lösen muss, um sich auf die zweite Prüfung des Trimagischen Turniers vorbereiten zu können...
Diese unterhaltsame Episode hält für uns Softwareentwickler als Problemlöser von Berufswegen ein paar Einsichten bereit, die uns helfen können, nicht selber zu Verursachern von Schwierigkeiten zu werden:
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Selbst das hatnäckigste Nachdenken über ein Problem kann vergebens sein, wenn man den entscheidenden Gedanken verpasst. Oft hilft der Ratschlag eines Dritten, der die Sache mit der nötigen Distanz sieht, damit wir zwei und zwei zusammen zählen und eine Lösung finden können. |
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Wir sollten unsere Stärken kennen und diese konsequent einsetzen. |
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Schlicht und einfach ist oft der Schlüssel zum Erfolg. |
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Auch die einfachen Dinge verlangen Übung. |
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Der beste Trick ist nutzlos, wenn man sein Ausführung nicht beherrscht. |
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Es ist nützlich, Leute zu kennen, die Dinge können, die man selber nicht kann. Das bietet die Chance, von und mit diesen Menschen zu lernen, damit man eine Aufgabe bewältigen kann. |
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Es besteht stets die Gefahr, dass wir scheitern - und zwar selbst dann, wenn wir die Lösung für ein Problem kennen. Manchmal braucht es viel Mut, sich der Lösung eines Problems zu stellen. |
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Nicht selten bedeutet ein Problem zu lösen, sich dadurch bereits das nächste einzuhandeln. |
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