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(28.02.05 08:00)
Code muss geändert werden können. Code zu ändern ist eine grossartige Sache – im Prinzip. Für viele Teams ist das Ändern von Code aber alles andere als das. Zum Beispiel weil es für den Code keine Tests gibt; weil er sich in einem schlechten Zustand befindet; weil er kompliziert und schlecht verständlich ist; weil er nur spärlich dokumentiert wurde und noch dazu wichtiges Domänenwissen beinhaltet. Das Perfide dabei: Je kritischer der Code für das korrekte Funktionieren einer Software ist und je schlechter seine Qualität, desto grösser die Gefahr, dass dieser Code sehr lange im System verbleibt und dass um diesen Code herum programmiert wird und zwar selbst dann, wenn es eigentlich nötig wäre, den Code selbst anzupassen, um zum Beispiel einen Fehler zu beheben oder eine neue Anforderung umzusetzen. Als Folge davon erodiert die gesamte Codequalität mehr und mehr.
Nur guter Code, der leicht verständlich ist, kann einfach sterben und ersetzt werden. Schlechter Code dagegen ist beinahe unsterblich und damit eine fast ewige Quelle der Mühsal. Nicht nur deswegen sollte uns die Codequalität ein stetiges Anliegen sein und sollten wir zerbrochene Fenster konsequent reparieren, getreu dem Grundsatz Act early, act small.
-nemo :-)
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