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(15.03.04 08:00)
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Versionskontrolle ist die Zeitmaschine, die es uns erlaubt, in unserer Projektgeschichte zurück zu gehen. Seriöse Softwareentwicklung ist ohne Versionskontrolle praktisch unmöglich. Doch welches Versionskontrolle-System soll man einsetzen. Auf dem Markt tummelt sich eine schier unüberschaubare Zahl von verschiedenen Produkten mit je spezifischen Stärken und Schwächen. Im OpenSource-Umfeld ist CVS sehr beliebt. Doch leider hat gerade CVS einige Schwächen, die seine Verwendung unnötig schwierig machen. Seit kurzem ist nun ein würdiger Nachfolger von CVS verfügbar: Subversion.
Subversion kann eigentlich alles, was CVS kann, und mehr. So ist es mit Subversion z.B. problemlos möglich, Dateien und Ordner einzufügen, umzubenennen, zu verschieben oder zu löschen. Zudem führt Subversion Revisionen projekt-bezogen, so dass es jederzeit möglich ist, einen konsistenten Schnappschuss aus dem Repository zu beziehen. Wie CVS auch, arbeitet Subversion nach dem "Copy-Modify-Merge"-Prinzip, das ohne Dateisperren auskommt.
Wirklich gelungen ist die Verwendung von Subversion unter Windows: Mit TortoiseSVN steht eine Shell-Extension zur Verfügung, die sämtliche Subversion-Kommandos direkt im WindowsExplorer anbietet. Selbst das Erstellen eines neuen Repositorys gelingt so einfach und schnell. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Repository über das Filesystem oder z.B. HTTP angesprochen wird, TortoiseSVN bietet den einfachen Zugriff auf alle Repositoires. Auf einem einigermassen leistungsstarken Rechner kann durch die Verwendung von Icon-Overlays zudem die Übersicht verbessert werden, da man so jedem Ordner und jeder Datei auf einen Blick ansieht, in welchem Zustand sie sich befindet. Das Ganze funktioniert so reibungslos und einfach, dass es sogar ich beherrsche; bei CVS habe ich mich immer als DAU gefühlt.
Übrigens geht auch die Installation einfach und reibungslos über die Bühne. Alleine, dass ich das fertig gebracht habe, ist Beweis genug, dass es einfach ist :-).
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Wie nicht anders zu erwarten: Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Damit für Subversion nämlich HTTP über das Internet funktioniert, wird ein Apache Webserver benötigt. Den zu installieren ist zwar auch nicht viel schwieriger als die Installation von Subversion selbst. Das Problem ist die Sicherheit. Es scheint so zu sein, dass es nicht möglich ist, den Apache unter Windows 2000/XP so abzusichern, dass er kein Sicherheitsrisiko darstellt. Die Empfehlung lautet stets gleich: Wenn Sie es ernst meinen mit der Sicherheit, dann installieren Sie keinen Apache unter Windows, es sei denn, sie verwenden ihn ausschliesslich als Intranet-Server. Na grossartig! Damit unsere Partner auch von aussen auf die unter Versionskontrolle stehenden Dateien zugreifen können, müssten wir also ein Sicherheitsrisiko in Kauf nehmen. Und das nur, weil sich Windows nicht genügend absichern lässt; zumindest habe ich keine Anleitung gefunden, die erklärt hätte, wie man das macht. Im Gegenteil, es wird jeweils ausdrücklich davor gewarnt, dass genau dies unter Windows nicht möglich sei. Die Empfehlung zur Lösung des Problems lautet übrigens schlicht: Verwenden Sie Linux.
So bleiben unsere Türen zu unserem Subversion-Repositories von aussen vorderhand verschlossen. Einzig diejenigen unserer Partner, die eine fest IP-Adresse haben, erhalten momentan Zugriff, da wir unsere Firewall entsprechend konfigurieren können. Tja, da wird sich wohl jemand bei uns endlich mit Linux beschäftigen müssen, damit wir Subversion auch über das Internet sicher verwenden können.
-nemo :-)
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