(22.11.04 08:53)

Eine Wissenschaftlerin sagt: "Der Unterschied zwischen Ingenieuren und uns Wissenschaftlern ist: Ingenieure hassen Überraschungen, wir lieben sie!" (Aus einer Dokusoap zur Erforschung unseres Sonnensystems)

Als Softwareentwickler sollten wir es wohl eher mit den Wissenschaftlern als mit den Ingenieuren halten und Überraschungen lieben lernen; denn ob es uns gefällt oder nicht, gehören sie zu unserem Alltag.

Weder lassen sich Überraschungen vermeiden, noch ist es wünschenswert, dies zu tun. Als Softwareentwickler erkunden wir Problemräume, suchen nach kreativen Lösungen, versuchen Neues und Bekanntes zu einer angemessenen Lösung zu verbinden. Die Systeme, in und mit denen wir arbeiten, liefern uns dabei beständig wichtige Rückmeldungen, von denen wir uns leiten lassen können und letztlich auch müssen.

Die Gestaltung und Umsetzung komplexer Systeme ist ein kreativer Akt, der schwierig zu planen ist. Wenn wir dabei auch noch die fixe Idee haben, dass Abweichungen vom Plan Fehler sind, die schnellst möglich korrigiert werden müssen, dann neigen wir dazu, jede Überraschung als unseren Feind zu betrachten anstatt das Unvorhergesehene als Quelle der Inspiration zu nutzen, als Möglichkeit beständiger Innovation. Oder um ein John Lennon Zitat abzuwandeln: "Innovation ist das, was sich ereignet, während dessen wir andere Dinge planen."

-nemo :-)

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